Posted by Sebastian in
Monday, January 26. 2004
 Ich gebe es zu: Die Headline soll als eye-catcher dienen.
Nun zum konkreten Geschehen: Es trug sich zu am vergangenen Mittwoch, dass ich zu einem Herrenstammtisch in einer Bar in der Alten Schönhauser hinzu geladen wurde. Wir waren cirka 10 junge Herren und unterhielten uns ausgelassen über dies und das. Am Nebentisch saße ein geschlechtlich gemischte Gesellschaft zwischen schätzungsweise sechzehn und zwanzig Jahren. Der Abend schritt voran und unsere Runde leerte sich. Als gegen dreiundzwanzig Uhr nur noch T, F und ich am Tische verweilten und das weitere Vorgehen planten, kam plötzlich und unverhofft ein aller Wahrscheinlichkeit nach minderjähriges und zahnspangenbewehrtes Mädchen von der gemischten Gesellschaft herüber und fragte "Ihr seid nicht zufällig alle heterosexuell?". Ich war etwas überrascht ob der Zielstrebigkeit der Fragestellung, antwortete dann aber mit einem die Frage diskreditierenden "Nein?" Daraufhin zog sie "ah, ok"-brabblend wieder ab.
Wir drei schauten uns kurz an und unterhielten uns dann auffällig gelassen weiter.
Wie üblich, fielen mit erst im weiteren Verlauf des Abends viel angemessenere Antworten auf diese dreiste Frage ein:
- "Nein, Du etwa?"
- "Ja, aber absichtlich!"
- "Was soll das denn heißen? Hast Du ein Problem mit Heterosexuellen?" dabei hätte man dann aufspringen müssen, sodass der Stuhl hinter einem umfällt.
- "Sieht man das?"
- usw.
Und, hat der eye-catcher gewirkt?
Posted by Sebastian in
Thursday, January 22. 2004
 Ich habe am gestrigen Mittwoch am Olaf Scholz Institut (aka Otto Suhr Institut) für Politikwissenschaften im Seminar "Todesstrafe und Lebenslange Haft - Zu Praxis und Legitimation höchster Strafen" ein Referat über einen Aufsatz des Kriminologen Joachim J. Savelsberg mit dem Thema "Kulturen staatlichen Strafens im Vergleich: USA und Deutschland" gehalten. Savelsberg versucht, eine Methode zum internationalen Vergleich von Strafsystemen zu entwickeln und evaluiert diese an den USA und Deutschland. Er befasst sich mit unterschiedlichen "Punititivtätseinstellungen" in beiden Ländern und versucht, diese historisch, politisch und theologisch zu begründen.
Ein sehr interessanter Text. Dem geneigten Leser stelle ich auf Anfrage gern meine Referatsuasarbeitung zur Verfügung: mailto:s-dietrich@gmx.net
Posted by Sebastian in
Sunday, January 18. 2004
 Ab sofort und neu am Rechten Rand: Die Vokabelsammlung. Hier wird an Begrifflichkeiten einiges zusammengetragen und aufgeführt, was mir im Alltag begegnet. Garantiert zusammenhanglos, belanglos und vielleicht bedeutungslos? Bei Fragen über Zusammenhang, Belang und Bedeutung schreibe man mir eine eMail oder nutze das Forum.
Posted by Sebastian in
Saturday, January 10. 2004
 Salbeitee,
wenn zu lange steh'n gelassen,
bildet Ränder in den Tassen!
...ist mir gerade mal so aufgefallen. Und die Ränder gehen kaum weg, wenn sie mal drei Tage alt sind!
Posted by Sebastian in
Saturday, January 10. 2004
 Dr. Laura Schlessinger oder wie sie selbst sich mütterlich nennen lässt Dr. Laura, ist eine in den USA zu leidlicher Bekanntheit gelangte Radiotherapeutin, die versucht, die Beziehungen ihrer Hörer mit Binsenweisheiten der übelsten Kategorie zu kitten. Selbige Person durfte ich heute nach dem Aufstehen genießen, als sie bei Larry King zu Gast war. Sie stellte ihr neues Buch "The proper care and feeding of husbands" vor, das offenbar aus mehreren ihrer "just simple ideas" besteht. Eine Anruferin fragte live bei CNN, ob es denn eine Möglichkeite gebe, einen Mann, der der Pornographie verfallen sei ("pornography addicted") wieder auf den Pfad der Tugend zu bringen, um mit ihm zu leben. Anwort Dr. Laura: "No! No way. This is so disgracefull. Take me and the kids away from this"
Nächste Anruferin: "Wie kann ich wieder etwas Romantik in unsere Beziehung bringen?" An dieser Stelle ist zu loben, dass der große Larry King High-Noon-ähnlich immer einen Finger auf dem roten Knopf hat und die Anrufer gnadenlos rausdrückt, sobald ihre Frage einigermaßen verständlich formuliert wurde. Also nichts mit "aber wenn ich nun... ja aber er hat doch... wie wäre es denn wenn...". Raus!, weg!, Next One! Antwort von Dr. Laura also: "Wenn er ihnen das nächste Mal das Essen serviert, küssen Sie seine Hand, er wird das merken, er wird reagieren, das bringt wieder mehr Zuneigung in ihre Relationship." So einfach kann das sein. Im Folgenden die Übersetzung eines Spottbriefes, der seit einigen Monaten im Internet kursiert.
Continue reading "Dr. Laura speaks out!"
Posted by Sebastian in
Sunday, January 4. 2004
 Neues? Na gut. Dann eben mal wieder was Neues. Aber was? Achso, Neues Jahr, na dann kann ja nicht viel Neues dabei sein, oder?
Eine recht willkürliche Zeitengrenze zum Anlass zu nehmen, um gute Vorsätze zu fassen, die maximal ein Zwölftel der Periode durchgehalten werden, ist nichts Neues. Es sei denn, man fasst die bereits mehrfach gefassten Vorsätze auf ein Neues. Brauche ich den Jahreswechsel, um etwas zu ändern? Nur die Steuerreform braucht einen Jahreswechsel; und die Gesundheitsreform und nunja die ganzen anderen Re-Formen - Neu-Fassungen. Also nichts Neues, nur etwas Neugefasstes. Trotzdem allen: Frohes Neues!
|
Kommentare