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Saturday, February 28. 2004
 Diese Werbung für BMW ist mir neulich unter die Augen gekommen und wie sich das gehört, habe ich mich gefragt, ob sie denn eventuell frauenfeindlich sein könnte. Kann sie? Sie kann, aber wie ich in meinem Studium gelernt habe, wird innerhalb des kommunikationsprozesses und vor allem dem Massenkommunikationsprozess die Botschaft zweifach interpretiert wird: Einmal vom Sender in das Medium (hier: Anzeige) und einmal beim Rezipienten. Also: Beauty lies in the eye of the beholder!
PS: Wer mich kennt, kann sich denken, was ich in diese Anzeige hineininterpretiere!
Posted by Sebastian in
Friday, February 27. 2004
 Turnschuhe sind ja ganz was feines! Ich habe mir seit ungelogen mindestens fünf Jahren kein Turnschuhe mehr gekauft. Das ist so lange her, dass Turnschuhe mittlerweile Sneakers heißen! Ich war also heute bei KarstadtSport am Zoo und fand eine schier überwältigende Auswahl an hässlichen, grauenvollen und absurd geformten Schuhen. Einige sahen sogar aus, wie Prototypen japanischer Familienkutschen. Aber ein ganz normaler gesitteter Schuh, der bequem, fesch und angenehm zu tragen ist, war schwer zu finden.
 Auch das Verkaufspersonal hielt sich bemerkenswert im Hintergrund und beschränkte sich darauf, die von mir auserwählten Schuhe per Funk in den entsprechenden Größen aus dem Lager zu ordern, sie mir hinzustellen und "bitte" zu sagen. Ich war mir nicht sicher, ob ich wirklich jemals mehr Beratung beim Schuhkauf gebraucht habe. Schlagartig fiel mir der Sketch von Dieter Nuhr ein, der die Auswahl eines Laufschuhs auf cirka eine halbe Stunde streckte und mit allerlei absonderlichen technologischen Features garniert.
 Nein, ich war zufrieden damit, einen Schuh gefunden zu haben, der mir gefiel und der mir passte. Schluss, Aus, Fertig! Kein blödes Zehengequetsche durch den Verkäufer, kein endloses Probelaufen. Einfach kaufen und gut. Man kann Beratung ja auch übertreiben!
Danke Servicewüste!
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Monday, February 23. 2004
 Dieser Zettel wurde mir am gestrigen Sonntag Abend im GMF zugesteckt. Ich konnte ihn leider erst entfalten, als der Zettelzustecker schon wieder verschwunden war. Kann man sich mal bitte vorstellen, wie sich jemand für den Partyabend zurecht macht und auf irgendeinen Zettel mit schwarzem Edding die Worte "schönster Mann des Abends" schreibt. Verspätet scheint dem Schreiber eingefallen zu sein, dass er eventuell eine Kontaktmöglichkeit hinterlassen sollte. Nunja...
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Saturday, February 14. 2004
Wir sind Helden
Müssen nur wollen
Muß ich immer alles müssen was ich kann
Eine Hand trägt die Welt und die andre
bietet Getränke an
Ich kann mit allen zehn Füßen in zwanzig Türen
Und mit dem elften in der Nase noch Ballette aufführen
Aber wenn ich könnte wie ich wollte
Würd ich gar nichts wollen
ich weiß aber das alle
etwas wollen sollen
Wir können alles schaffen
genau wie die tollen
dressierten Affen
wir müssen nur wollen
Wir müssen nur wollen
wir müssen nur wollen
Wir müssen nur
müssen nur
Muß ich immer alles müssen was ich kann
Eine Hand in den Sternen die andre
im Hintern vom Vordermann
Das ist das Land der begrenzten Unmöglichkeiten
Wir können Pferde ohne Beine rückwärts reiten
Wir können alles was zu eng ist
mit dem Schlagbohrer weiten
Wir können glücklich sein
und trotzdem Konzerne leiten
Wir können alles schaffen ...
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Friday, February 6. 2004
 Die unterschwelligen Andeutungen in den Kommentaren zum vorletzten Eintrag durchaus wahrnehmend, ist das Projekt Enduring Mobility! in eine, sagen wir, "down to earth" Phase eingetreten und spielt sich zunehmend auf den Schlachtfeldern des lokalen Gebrauchtwagenmarktes ab. Objekt der Begierde ist ein junger Klassiker der nordeuropäischen Automobilbaukunst der späten 80er und frühen 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts: Der Volvo 480. In zwei Motorvarianten (ES und TURBO) produziert wurde er als Technologieträger der Firma VOLVO mit allem damals möglichen ausgerüstet: Leder, Automatik, Bordcomputer im Enterprise-Style (siehe Bild), Airbag, ABS, Zentralverriegelung, Nebelscheinwerfer.
 Der 480er hat in der Modellpalette immer eine Exotenrolle innegehabt. Für einen Volvo war und ist er sehr unkonservativ gestaltet und sollte im Revier der VW Polo und FORD Fiesta wildern und sich dort mit seinen Volvo-Tugenden einen Namen machen. Der Spagat zwischen konservativem Image und moderner Umsetzung gelang den Strategen sehr gut, wurde von den Kunden allerdings nur unzureichend mit entsprechenden Absatzzahlen belohnt.
 Ein für mich nicht zu vernachlässigender Faktor bei der Wahle eines Wagens ist der sogenannte Clever/Smart-Faktor, der beschreibt, in welchem Umfang der Wagen mit durchdachten Details oder Design-Ideen ausgerüstet ist. Da ist der 480 wiederum im Vorteil: Der TURBO besitzt eine Ladedruckanzeige im Instrumententräger. Ab einer gewissen Drehzahl des Motors wird vom Turbolader Druck aufgebaut und dann in Form von Drehmoment an den Asphalt abgegeben.
 Der Bordcomputer im Raumschiff Enterprise-Design ist ein weiteres Highlight. Je nach Wahl der Anzeige werden die Segmente des äußeren Rings beleuchtet und in der Mitte dann der entsprechende Wert angezeigt. Nicht zuletzt natürlich das an den legendären "Schneewittchensarg"-VOLVO angelehnt Design der Heckpartie macht dieses Gefährt so einzigartig!
Kurz: Der 480er ist alles was das Herz des modernen Automobilisten begehrt.
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Thursday, February 5. 2004
 Wie ich ja soeben festgestellt hatte, wird alles immer schlimmer. Um meine Laune trotzdem auf erträgliche Niveau zu heben, werde ich jetzt eine alte Psychostimulanztechnik anwenden: Konsum!
Die großartige Sendung Kulturzeit des Senders 3Sat empfahl gestern folgende Neuveröffentlichung: Er hat einige der heißesten Club-Hits der letzten Monate geschrieben: Kid Alex ist 21 und kommt aus Hamburg - und für sein Video ist er extra nach New York gefahren. Der Sohn eines irakischen Mathematikers hat als DJ begonnen und will nun auch als Sänger die Welt erobern. Kid Alex' Debüt-CD "Colorz" ist jetzt bei Polydor erschienen. ... und scheiße geil ist sie auch, falls das interessiert.
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Thursday, February 5. 2004
 Die Zeiten werden schlecht. Man merkt es überall: Praxisgebühr beim Arzt, Schlaglochplage in der Hauptstadt, Konfussion in der Regierung. Aber dass es so schlecht, kommt, dass ich tatsächlich erwäge, einen Mercedes Diesel zu fahren - wer hätte das gedacht? Aber es ist das wirtschaftlichste Angebot. Ein MINI ist zu teuer im Sprit und im Grundpreis. Ein Golf V zu teuer, die letzten Golf IV sind mit dem sich nur widerwillig bewegenden 1.4 Benziner ausgerüstet, er Audi A3 ist per se zu teuer und vergleichbare (!) ausländische Erzeugnisse sind auch nicht wesentlich billiger. (Ich habe eine Seat Leon kalkuliert, der bei vergleichbarer Ausstattung teurer als ein Golf V wird.) Also was tun? Auf zum Salzufer und einen A 170 CDI Jahreswagen mit Automatik, Klima, Leichtmetallfelgen und Regensensor zur Probe gefahren.
Vielleicht ist man ja mit 25 Jahren auch schon soweit. Gibt es ein gefühltes Alter? Vielleicht würde mir die Außensicht helfen; erbitte Kommentare, Anregungen, Hinweise.
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