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Tuesday, August 29. 2006
Ein lukrativer Job winkt! Wer will Medienberater von natascha Kampusch werden? Der Standard weiß zu vermelden, es gebe eine Art Pitch um die Beratung des Entfühungsopfers.
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Sunday, August 27. 2006
 Seit dem vergangenen Mittwoch befinde ich mich auf einer Reise in die Vergangenheit, ja zu meinen Wurzeln. Derowegen verschlug es mich mit der geschätzten Frau Mama ins thüringische zur Großmama. Heute auf einem Ausflug via Großkochberg nach Weimar entdeckte ich, dass Thüringen, einem bekannten Schlager zuwider, mehr als nur Würste und Klöße zu bieten hat. In selbigem Großkochberg befindet sich unter anderem das Schloss der Freiherren von Stein, vor allem bekannt durch die unschickliche Liaison der Christiane Freifrau von Stein zu einem gewissen Goethe. Dieser sei laut meiner Großmutter ein regelrechtes Arschloch gewesen sein. Ihr Wissen bezieht sich selbstverständlich aus zweiter Hand. Ich werde das nachlesen. Weiter gings dann nach Weimar. Eine fantastische Stadt. Man riecht die Klassik förmlich. Ich werde wieder herkommen. Allerdings in kundiger Begleitung. CG? Uli? PS: Der Sommerhit hier, bringt etwas Lokalkolorit ins Radio. Ich kanns nur empfehlen! Ronny Trettmann - Mein Held!
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Monday, August 21. 2006
Cycosmos.com.png) Mal davon abgesehen, dass es manche schon vor fünf Jahren wussten, ist ja Web 2.0 endlich wieder Hype. Wer mitmachen will, kann sich hier seine Idee, hier eine Rede und hier ein Logo zusammen schrauben, ratzfatz.
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Wednesday, August 16. 2006
Mein Schweigen über all die Jahre zählt zu den Gründen, warum ich diesen Eintrag geschrieben habe. Das musste raus, endlich. Dem geneigten Leser mag meine Vergangenheit nicht unbekannt sein. In der DDR besuchte ich die Maxim-Gorki-Oberschule in Kleinmachnow, war Jung- und später auch Thälmann-Pionier. Doch nicht nur das! In den Klassen 5 und 6 wurde ich jeweils in den Gruppenrat gewählt und übernahm dort das Amt des "Agitators" (Bildmitte), später das des Klassensprechers. Mehr werde ich dazu nicht sagen, es steht alles in meinen Memoiren, deren Veröffentlichung ich wegen des großen Interesses an meiner Vergangenheit vorziehe. Wer also mehr wissen will, überweise mir EUR 19,90 auf mein Paypal-Konto und erfahre die gesamte schmutzige Wahrheit.
PS: Die FAZ sträubt sich leider gegen einen Vorabdruck, auch ein Interview will man mir nicht zugestehen. Ich sehe das als einen Akt der Diskriminierung und werde mit Hilfe des Volker-Beck-Gesetzes dagegen vorgehen!
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Wednesday, August 16. 2006
Ein Skandal ungeahnten Ausmaßes entfaltet sich! Er hat alles, was ein Skandal so braucht: Prominenz, Aktualität, finanzielle Interessen, einen ordentlichen Intellektuellenstreit, moralische Instanzen, erhobene und manchmal sogar in Wunden gelegte Zeigefinger und nicht zuletzt: Nazis!
Also war Günter Grass in der Waffen-SS, wie ihm jetzt praktisscherweise in einem Interview mit der FAZ einfällt. Er wolle sich weiter nicht äußern. "Mein Schweigen über all die Jahre zählt zu den Gründen, warum ich dieses Buch geschrieben habe. Das mußte raus, endlich." lässt ihn die FAZ eine in einer 1/1-4C Anzeige im aktuellen Spiegel (Bild) schreiben. Ein weiterer Grund des für Grass eher ungewöhnliche Schwiegen scheint zu sein, dass die letzen Bücher eher dürftig im Abverkauf liefen. So einen Brüller spart man sich natürlich für die Autobiographie auf. Und die zieht der Verlag dann auch prompt zwei Wochen vor. Man war wohl völlig überrascht vom Inhalt des Buches und den Reaktionen darauf. Wer konnte auch damit rechnen, dass die SS-Mitgliedschaft einer moralischen Autorität solch hohe Wellen schlagen könnte? Ab sofort sollten Menschen, die sich als Intellektuelle zu entsprechenden themen in den Medien äußern wollen einen Kurs mit grundlegenden Mitteln der Verkaufsförderung aka PT belegen. Es stellen sich zwei Fragen. Erstens: Wie kann man denn bitte in so eine billige Falle tappen und diesem Buch nun auch noch so unglaublich viel kostenlose Publicity zukommen lassen? Zweitens: Wie tief ist Grass gesunken, dass er gerade mit diesem Thema sein Buch verkaufen muss? Inhaltlich stehe ich zum Thema wie der größte Pöbler aller Zeiten und kaufe sofort dessen neues Buch!
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Saturday, August 12. 2006
 Herzlichen Glückwunsch, Deutsche Telekom AG! Für dein Angebot, die Bundesliga übers Internet zu verfolgen haben sich laut Süddeutscher Zeitung genau 43 Kunden entschieden. Bei 50 Millionen Euro, die Du für die Rechte locker gemacht hast sind das 1,5 Mio pro Spieltag. Und pro Kunde und Spiel 35.883, 71 EUR. Dafür könnte man doch eigentlich erwarten, wie der Kaiser behandelt zu werden. Hubschrauber inklusive.
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Friday, August 11. 2006
Die senile Bettflucht muss es gewesen sein, die mich heute gegen 10 bereits aus dem Hause trieb. Den SPIEGEL und zwei Kinogutscheine in der Tasche gings zum Potsdamer Platz. Die Beschaffung zweier Kinokarten stand auf dem Tagesplan, zwecks komfortabler Ermöglichung der abendlichen Ansicht des Filmes Das Leben der Anderen im gleichen Hause Nun war es die Macht der Gewohnheit, die mich zum falschen Kino radeln lies, denn obwohl ich gedachte, den Film in seiner Originalsprache zu sehen, war das Cinestar Original nicht der rechte Platz für mein Ansinnen. Also rüber zum Konkurenztheater und festgestellt, dass der Vorverkauf erst halb eins beginnt. Die Wartezeit überbrückten mir besagter SPIEGEL, etwas Musikund ein Iced White Chocolate Moccha ohne Sahne zum hiertrinken ja ohne Sahne im kleinen Café um die Ecke.
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Thursday, August 10. 2006
Wer gewinnt, wenn ein Porsche und ein Vogel bei 250 km/h aufeinander treffen, kann man hier sehen. Und hier und hier und hier auch.
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Thursday, August 10. 2006
 Meine oft belächelte Vorliebe für textfreie, stark reduzierte Musik zahlt sich vor allem in emotional instabilen oder auf niedrigem Niveau verharrenden Gemütszuständen aus. Man entgeht so der schier allgegenwärtigen Berieselung mit entweder Gutelaune- oder Suizidalmusik. Man wird zudem nicht auf vorhandenes (ggf. eigenes) Elend hingewiesen, sondern bleibt im wesentlichen Herr seiner Gedanken und Stimmung - welcher Couleur diese auch seien. Mein Dank dem Microsampling für dieses Stück Freiheit!
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Posted by Sebastian in
Wednesday, August 9. 2006

Man muss Jostein Gaarder ja auch verstehen: Da ist nun seit bald einem Monat Krieg im Nahen Osten (engl: Middle East) und die Intellektuellen Europas sind zerrisen, alle zusammen und jeder für sich. Man kann ja nicht tatensprachlos zusehen, wie im Libanon bei Raketenangriffen Menschen sterben. Nun ist die andere Kriegspartei jetzt nicht so einfach zu verdammen wie die USA, denn Israel, ja da muss der Europäer ein bisschen vorsichtig sein. Normalerweise fangen Essays zum Thema auch immer an mit einem ausführlichen Eingeständnis der (gerade deutschen!) Verantwortung gegenüber Israel, bevor dann das mehr oder weniger große aber kommt: ... aber so geht das ja nun auch nicht, aber die vielen Kinder aber so viel mehr tote Libanesen als Israelis (auch wenn Libanesen zählen schwierig erscheint).
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