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Tuesday, July 31. 2007
 Heute ein Interview auf FAZ.net mit dem Zensur-Forscher "Herr Seim". (Mehr erfahren wir leider nicht über ihn. Weder Vorname noch, wie er sich die seinen Titel erarbeitet hat. Egal, FAZ, ist ja nur Internet.)
Hintergrund: Der Rapper G-Hot geriet kürzlich in die Kritik, nachdem sein homophobes Lied "Keine Toleranz" auf Youtube veröffentlicht worden war - mit Zeilen wie "Nie wieder freilaufende Gays" und "Meiner Meinung nach hat so was kein Leben verdient".
Klare Sache für einen Zensur-Forscher, könnte man meinen! Herr Seim aber findet das jetzt alles nicht so übermäßig schlimm. So war das mit Rockmusik ja auch immer. Oppsition, gegen die Alten und Tabus brechen und so. Easy comming, easy going. Sind ja keine "Handlungsanweisung sondern artifizielle Pop-Produkte der Kulturindustrie". Das nivelliert sich, ihn langweilt das eher. Exemplarisch nur mal eine Passage aus dem Interview:
Geht es nicht um die alte Frage, wie viel Verantwortung die Künstler gegenüber ihren Anhängern haben? Sicherlich
wäre es wünschenswert, wenn Jugendmusik Werte vermitteln würde oder
wenigstens originell wäre. Doch es wäre zu viel verlangt, Pop-Musik
weltkulturerbetauglich machen zu wollen. Andererseits: Aus Sicht der
Jugendschützer kann ich die Sorge schon verstehen, zumal wenn man die
Zeilen wörtlich und nicht ironisch nimmt. "Weltkulturerbetauglich"? Haha, Brüller, Herr Seim. Und wenns mal wieder langweililg wird, beim Zensurforschen, Herrn Seim, einfach mit Regenbogenfahne
nach Neukölln oder Wedding fahren oder mal wieder "Mein Kampf" lesen. Vielleicht war das auch nur ironisch gemeint?
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Monday, July 30. 2007
Gut auch, dass ich nicht Sohn von Rolf Eden bin, sonst hätte ich von ihm nämlich zum 18. Geburtstag eine Klobrille mit ner nackten Frau drauf bekommen. Ich liebe diese Stadt übrigens sehr. Nicht trotz, sondern wegen des West-Trashs, der sich so hartnäckig gegenseitig am Leben hält. Es gibt in Berlin ein Leben abseits von summer scarfs, arschlosen Karottenhosen und Erich Mielkes alten Kassenbrillen.
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Saturday, July 28. 2007
 Deutscher Fußballmeister von 1894 wurde heute Berlin. Und zum Glück nicht die furchtbare, wurstige Hertha, sondern die mit dem viel schöneren und edleren Frauennamen versehene Viktoria Berlin, immerhin der älteste deutsche Verein, der Fußball und Cricket spielt. Im Jahre 1894 nämlich musste das Finale um die Deutsche Meisterschaft am grünen Tisch (Abb. ähnlich) entscheiden werden, da der Finalgegner 1. FC Hanau 93 nicht genug Geld hatte, um zum Spiel nach Berlin zu reisen. Mittlerweile scheint der Verein das nötige Geld zusammengekrazt zu haben, denn eben heute fand in Tempelhof das Rückspiel statt. Mit furiosem 3:0 legten die Hauptstädter letzte Woche gut vor und gingen heute nun frohen Mutes ins Rückspiel, in dem ein 1:1 ausreichte. Der DFB erkennt zwar an, dass Viktoria erster gesamtdeutscher Meister ist, auch wenn der Verband erst sechs Jahre später gegründet wurde, führt aber irgendwie auch den VfB Leipzig als ersten Deutschen Meister im jahre 1903.  Ob von einem besoffenen Altkanzler ein Pokal überreicht oder kleinen Kinder übergebraten wurde (Bild links), war bis Redaktionsschluss leider nicht zu erfahren. Der Präsident der Hanauer fand jedenfalls, "es war für alle ein großes Erlebnis und ein rundum tolles Fest. Das Ergebnis war sekundär". Super, damit ist Hessens ältester Fußballverein auch Deutschlands ältester erster Verlierer - irgendwie.
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Saturday, July 28. 2007
 Was ist eigentlich aus den guten alten Mutproben von damals geworden, als man noch irgendwo runtersprang, raufkletterte, durchschwam, drüberbalancierte oder der dicken Dörte untern Rock guckete? Passé! Die goldbehangene, burberrykappige Badenjugend von heute ist weg vom selbstzerstörerischen Ritual und sabotiert stattdessen das öffentliche Leben. Ein Verhalten, dass nicht genug gegeißelt werden kann ist das vorsätzliche Auslösen von Notbremsen. Nicht die im Zug natürlich, sondern die an der Bustür oder an der Rolltreppe. Beim Verlassen des Busses wird kurz über der Tür der Nothan betätigt, der Fahrer muss einmal durch sien Vehicel tapern um die Verriegelung wieder zu lösen. Bei den Fahrtreppen wirds noch schwieriger, da muss meist ein Techniker anreisen.
Eine neue Trendsportart unter Migrationshintergründlern? Das Emergency breaking? So einer komme mir mal unter - solange ich noch die Krücken habe...
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Friday, July 27. 2007
 Seit heute Aircast-Schiene am Fuß. Prognose: Noch eine Woche Lymphdrainage. Zwei weitere Wochen mit Krückenund Thrombosespritzen. Komplette Genesung nach vier bis sechs Monaten. Aber die Aircast ist ja schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.
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Thursday, July 26. 2007
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Wednesday, July 25. 2007
 "Was die Mauer betrifft, so lassen wir uns nicht deren Schutzfunktion
ausreden - ganz einfach, weil wir den Schutz spüren vor all dem, was
hinter der Mauer jetzt an brauner Pest wuchert." Ulrich Junghans (CDU) Wirtschaftsminister des Landes Brandenburg, in einem Artikel für das 'Bauernecho' Juli 1989Was kümmert mich mein dummes Geschwätz von gestern?
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Tuesday, July 24. 2007
 Die geneigte Leserschaft wird übrigens ermutigt, zu den verfassten Artikeln ihren Senf (im Bild rechts) in Form von Kommentaren zu hinterlassen. Eine eMail-Adresse muss übrigens nicht angegeben werden, ein wie auch immer zuordenbarer Name hingegen wäre sinnvoll. Danke.
Posted by Sebastian in
Tuesday, July 24. 2007
 Immerhin vier Monate nachdem die Deutsche Telekom AG so charmant war, meinen defekten WLAN-Router druch Zusendung eines Austauschgerätes zu ersetzen habe ich mich dann heute auch aufgerafft und die hassbelegte Prozedur des Einrichtens auf mich genommen. Denn bisher ging ich über den alten Router kabelgebunden online und scheute getreu der Devise Never touch a running system davor zurück, meinen Internetzugang mobiler herzustellen, als ich selbst es bin. Nach einigen unchristlichen Flüchen und dem in mir aufsteigenden Wunsche, das Callcenter-Personal des rosa Riesen werde von weiteren Outsourcing-Runden und Tarifkonflikten heimgesucht, steht die Leitung jetzt aber. WLAN hat mich wieder. Ich werde übrigens nie wieder die Redwendung "Ich gehe online" benutzen, nachdem mir in einer Minute der Muße bewusst wurde, dass diese, direkt übersetzt, anrüchige Qualitäten hat. In diesem Sinne: Ich bin dann mal runter vom Strich.
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Tuesday, July 24. 2007
 Weiterhin aus besagten Gründen an mein Heim gefesselt und von zwei schmucken Unterarmgehstützen abhängig seiend bin ich momentan leider noch nicht in der Lage, mich an meiner neueste informell erworbene Errungenschaft ausgiebig zu erfreuen. Nachdem das schwächste Glied in der Kette meiner aus historischen Gründen komplex organisierten Unterhaltungselektronik - ein altersschwacher Videorekorder - vor einiger Zeit das Zeitliche segnete wurde ein DVD-Player überflüssig. Den nun bei eBay zu verscherbeln stellte sich angesichts mangelnder Mobilität (s.o.) als schwierig heraus.
So war es ein Segen, dass sich in meinem Freundeskreise eine gute Seele fand, die eines DVD-Players bedurfte und zugleich ein brilliant passendes Tauschgut besaß, welches für mich von Interess ist. Das Canon EF 75-300mm 1:4-5.6 II ist ein handliches und beliebtes Telezoom-Wechselobjektiv und wird mir nach wiedergewonnener Mobilität gute Dienste leisten.
Was es zu leisten in der Lage ist, lässt dieses Bild des startenden Horstikopters bereits, aber eben auch nur erahnen:
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