
Max Goldt schreibt in seinem gleichnamigen Aufsatz unter anderem darüber, dass er sich seit Jahren weigert, Geld für Geschirrtücher auszugeben. Er habe vor Jahren welche beim Trödler erstanden, könne aber keine neuen kaufen seitdem er in einem Geschäft ein Doppelpack für fünf Mark sah - Halsabschneiderei.
Komisch dachte ich, das Problem ist mir durchaus bekannt: Seit einigen Jahren erstehe ich mehrmals in der Woche Kaffeespezialäten
verschiedenster Zubereiter und zahle dafür relativ bereitwillig 3.5 bis 4.5 Euro, weigere mich aber seit ebenso langer Zeit, für ein Paar Badeschlappen oder Kunststoffzehengreiferpantoletten 3.5 Euro auszugeben.
Die im Seminar Werbe- und Marketingpsychologie gewonnene Erkenntnis von high involvement products und low involvement products bringt nicht weiter, da beide eher low involvement erfordern.
Entscheidendes Kriterium wird wohl das Satisfaktionspotenzial sein. Da stinken die Schlappen gegen den Kaffee grandios ab.
Nachtrag_ Überwindung von Psychosen bringt Einsichten: Bei der FitCom sind Schlappen für 3.95 nur noch in Kindergrößen verfügbar.
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