Kaum konnte eine freudestrahlende Personalchefin der Bahn mit Tränen in den Augen das Ende des zehnmonatigen Trafikonflikts mit einer Splittergewerkschaft verkünden, schon steht der nächste Streik an. Die Berliner Verkehrsbetriebe werden seit Freitag früh 0:30 Uhr warnbestreikt.
Das sollte eigentlich erst Freitag abend passieren, aber die Gewerkschaft kann nicht anders: sie fühlt sich provoziert.
Das ist gut. Denn die Gewerkschaften werden erwachsen: Erinnerte der Konflikt Mehdorn/Schell noch stark Sandkastenspiele, so sind die Tarifparteien jetzt schon in der Schule, in der Rütli-Schule. Dort geht es eigentlich auch nur noch darum, wer sich provoziert fühlt, wer in seiner Männlichkeit verletzt wurde - vulgo: Wer hat den längsten (Bild). Denn was die GDL kann, das kann Verdi auch.
Dass man Frank "Ein-Mann-Betonfraktionen und Reformblockade-Terrorzelle" Bsirske lieber nicht provozieren soll, wissen geneigte Leser bereits seit diesem Vorfall.
Nach Diktat verreistlaufen.
Kommentare